Nach langer Zeit endlich auch hier wieder ein paar Einträge. Zwei (bzw. drei) davon sind tatsächlich aktuell, die vier nachfolgenden bis einschließlich 15. November 2007 zur Vollständigkeit eingefügt und zurückdatiert, um die große Lücke zum 10. November zu schließen. Offensichtlich beschränken sich viele Newsdienste und Internetnutzer tatsächlich nur noch auf Infos und Neuigkeiten in Autorenblogs und lassen die News-Seiten der offiziellen (Autoren)Homepages völlig außer Acht. Oder täusche ich mich? Is there somebody out there ...?
A PARALLAX VIEW * ist Weblog, Babelfisch-Aquarium, Tagebuch oder Online-Journal, was auch immer. Es ist nicht unbedingt schöner als das Original, aber dafür praktischer. Sofern es mir alle Knebelverträge, Geheimhaltungsvereinbarungen, Verschwiegenheitspflichten und sonstigen Diskretionen erlauben, gibt es hier Einblicke hinter die Kulissen von Buchmarkt, Schriftstellerei, Illustration, Computerspiel-Entwicklung, Phantastik-Szene und den allgemeinen Wahnsinn in diesem Spiralarm.
—— Stay tuned! ——
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Sonntag, März 16, 2008
Aus dem Vortex # 3
DIE AUSGESETZTEN auf Russisch?
Zur Abwechslung mal wieder eine News aus der Wahrscheinlichkeits-Taverne:
Offenbar erschien im Moskauer Zacharov-Verlag eine russische Übersetzung der von Andreas Eschbach herausgegebenen SF-Anthologie EINE TRILLION EURO - und zwar bereits im Herbst 2007, wie mein Literaturagent mir mitteilte, nachdem ich ihn gebeten hatte, mal nach Informationen zu recherchieren. Demnach wurde das Buch wohl im Doppelpack mit Andreas' Roman EINE BILLION DOLLAR veröffentlicht, also im "Paket", wie es ursprünglich auch im Zuge der Taschenbuch-Ausgabe in Deutschland geplant war. Scheinbar gab es bisher auch nur "eine sehr kleine Anzahl von Beleg-Exemplaren" der russischen Übersetzung. Ich vermute mal exakt eines, das dann irgendwo in der Lizenzabteilung des Lübbe-Verlages verschwunden sein muss. Selbst Andreas war bisher lediglich bekannt, dass die Übersetzungsrechte für die Anthologie verkauft wurden.
Da ich in EINE TRILLION EURO mit meiner Kurzgeschichte DIE AUSGESETZTEN vertreten bin, warte ich natürlich gespannt auf ein "Beweisstück" für die Vitrine. Bis das aber von Moskau zu Lübbe, von Lübbe womöglich zu Andreas in die Bretagne und von dort aus irgendwann im Jahr 2023 zu mir gelangt, habe ich sicherheitshalber auch eine russische Bekannte gebeten zu versuchen, ein paar Exemplare zu beschaffen. Bis dahin gibt es zumindest mal das Cover der russischen Ausgabe, sozusagen als Indizienbeweisstück A.
Aus "Beyond Metropolis" wird "The Black Mirror"
Die von Franz Rottensteiner herausgegebene US-Anthologie deutscher und österreichischer SF-Erzählungen, in der meine Story ASTROSAPIENS vertreten sein wird, hat einen neuen (und wohl endgültigen) Namen erhalten: THE BLACK MIRROR AND OTHER STORIES OF GERMAN AND AUSTRIAN SCIENCE FICTION, so der vollständige Titel. Ins Amerikanische übersetzt wurden die Geschichten von Mike Mitchell, als Erscheinungsdatum wird der Herbst 2008 anvisiert. Mit $ 75,00 (Hardcover) und $ 28,00 (Paperback) gehört die in der Wesleyan University Press erscheinende Sammlung nicht unbedingt zu den Schnäppchen, aber vielleicht steht der US-Dollar im Herbst ja bereits bei 2,00 Euro …
THE BLACK MIRROR vereint 25 Kurzgeschichten von 24 Autoren aus den Jahren 1871 bis heute. Vertreten sind Kurd Lasswitz, Ludwig Hevesi, Carl Grunert, Paul Scheerbart, Hans Dominik, Otto Willi Gail, Egon Friedell, H.W. Franke, Ernst Vlcek, J. und G. Braun, Erik Simon, K. and A. Steinmüller, Carl Amery, Horst Pukallus, Peter Schattschneider, Wolfgang Jeschke, Michael Marrak, Thorsten Küper, Michael K. Iwoleit, Oliver Henkel, Helmuth W. Mommers und Andreas Eschbach (geordnet nach dem Ersterscheinungsjahr der Texte).
Montag, März 10, 2008
Neues Interview auf Phantastik-Couch.de
In der März-Ausgabe des Online-Magazins Phantastik-Couch findet sich ein wenig versteckt beim Runterscrollen der Hinweis auf ein neues, recht umfangreiches Interview (das erste seit 3 Jahren, glaube ich), welches Carsten Kuhr im Januar 2008 anlässlich der Veröffentlichung von DAS AION - KINDER DER SONNE mit mir führte.
"Michael Marrak schreibt Synergy-SF, entwickelt Computerspiele und schimpft auf deutsche Genre-Preise. Wir haben ihn gefragt, warum", ist im Verweis auf das Interview auf der Startseite zu lesen. Das ist zu einem Drittel richtig, zu einem Drittel falsch und zu einem Drittel einfach nur sinnverzerrt. Computerspiele habe ich noch nie entwickelt und ich werde es aufgrund ihrer geringen Halbwertzeit zweifellos auch nie tun. Und was die Genre-Preise betrifft, darf der Leser sich gerne im Kontext ein Bild davon machen, worum es wirklich geht. Es ist gleich die erste Frage des Interviews.
Samstag, Februar 02, 2008
Offizielle AION-Seite und Leseproben online
Parallel zum neuen Roman DAS AION - KINDER DER SONNE, der seit Anfang Februar im Buchhandel erhältlich ist, wurde die AION-Seite mit umfangreichen Leseproben, Hintergrundinformationen, Rezensionen und dem Spin-of AURORA freigeschaltet. Neben dem kompletten Prolog von KINDER DER SONNE gibt es das gesamte 1. Kapitel zu lesen. Auch die ersten Rezension sind eingetroffen. Einzig die „History“ fehlt noch, ist aber in Arbeit. Dass sie etwas länger dauert, hat seine Gründe, wie man beizeiten erfahren wird. Die Entstehungsgeschichte von DAS AION reicht sehr weit zurück ...
Don't forget Sun-Blocker 3000!
Freitag, November 16, 2007
AURORA & Die Natur des Verborgenen
AURORA ist ein kurzes Prequel für die AION-Romane, deren erster Band "Kinder Der Sonne" im Februar 2008 im Ravensburger Buchverlag erscheinen wird. Die Geschichte ist im selben Universum angesiedelt und spielt ein paar Monate vor der Handlung des ersten AION-Bandes, also etwa im Jahr 2129. Allerdings trifft der Leser die AURORA-Protagonisten - falls überhaupt - erst in einem späteren Band wieder.
Da AURORA im RD-Jugendbuch wie bei SF-Erzählungen üblich im Kapitel Forschung und Technik zu finden ist, entwickelte sich beim Schreiben der Geschichte die Idee, im Anschluss an die Erzählung noch einen kurzen Artikel über Kryptobotanik zu platzieren. Leider waren, wie ich bereits befürchtet hatte, alle Seiten seit Monaten verplant und vergeben. Daher blieb nur die Online-Präsentation und ein Verweis auf die Homepage im Autoren-Infokasten - was nicht wirklich schlechter ist, im Gegenteil. Das Ergebnis wurde weitaus umfangreicher als ich anfangs geplant hatte und trägt den Titel "Die Natur des Verborgenen".
Donnerstag, November 15, 2007
DAS AION · Kinder der Sonne
Mittlerweile listen fast alle Online-Buchhändler den kommenden Roman, wobei er mit Titelcover seltsamerweise bisher nur in Japan und Großbritannien auftaucht. KINDER DER SONNE lautet der Titel des ersten AION-Bandes. Bevor nun alle hauptberuflichen Online-Rollenspieler kollektiv aufschreien: Der Roman hat nichts, aber auch gar nichts mit dem geplanten MMORPG aus Korea zu tun. Er hieß wahrscheinlich schon DAS AION, bevor die Koreaner überhaupt daran dachten, ein Online-Spiel selbigen Namens zu entwickeln. Über die asiatische Unart, die europäische Mythenwelt auszuschlachten, werde ich mich ein andermal auslassen. Ein Grund dafür könnte der koreanische Mangel an eigenen Mythen sein. Mein "Lexikon der Götter und Dämonen" listet für Europa rund 1200 himmlische und höllische Vertreter auf. Blättere ich im Register (geordnet nach Völkern und Religionen) bis zum Stichwort "Koreaner", gibt einem das wirklich zu denken: ganze fünf (5!) Götternamen stehen da einsam untereinander; Chesok, Hananim, Kud, Palk und Tan-Gun mit Namen. Tja, für ein Massively Multiplayer Online Role-Playing Game ist das wirklich etwas mager. Kein Wunder, dass man sich da auch ein wenig in der überregional tätigen Götterwelt umschaut …
Samstag, November 10, 2007
Alles neu macht der Mai November
Aber lieber spät als gar nicht. Bevor mich die Vorankündigungswelle nun völlig überrollt, nutze ich das verregnete Wochenende, um endlich all das zu updaten, was bereits seit Wochen, teils sogar seit Monaten auf mehreren Rechnern verteilt quasi auf Abruf (bzw. auf Halde) bereit liegt, sonst verliere ich selbst noch den Überblick oder die Projekte ihren aktuellen Wert. Dann: nach mir die Sintflut.
Aufgrund der schieren Menge an Texten und Grafiken (und den vom Tippen platten Zeigefingern) allerdings erstmal nur auf der eigenen Seite. Bitte kurz um die Ecke ...
Sonntag, Oktober 28, 2007
Sonntag, 28. Oktober 2007, 23:44 Uhr ...
... der Abend, an dem ich mein Passwort wiederfand!
Sorry, Schriftstellerbude. Auf dem Schreibtisch und daneben (im Umkreis von gefühlten fünf Metern): 120.000 beidseitig vollgekritzelte Fresszettel, Briefumschläge, Post-it's und Notizblätter, aufgelockert durch volle und leere CD-Hüllen, Knäckebrotpackungen, leere Penny Markt-Plastikbierflaschen, halbvolle Frischeiwaffelpackungen, Tesafilm, Paprikastreuer, gelbe und grüne Marker, Rotstifte, Pizzaprospekte, Bücher (viele Bücher!), Weihwasserflaschen, Knoblauch und Pfähle (man kann ja nie wissen ...), eine Cornflakespackung, die Knobelfee, das Sandmännchen, Burger King-Rabattgutscheine, komisches Zeug, das über den Tisch krabbelt, bearbeitete Lektoratsfahnen, unbearbeitete Storyausdrucke, original NASA-Weltraumerkunder mit zwei Piloten – und mein Gehirn in Ruh-dich-aus-Lösung.
Bald geht’s weiter mit Aurora ...