Vor einigen Wochen geisterte die Meldung über die Entdeckung eines zehnten Planeten durch die Medien. Etwas zu vorschnell, wenn auch nicht ganz unberechtigt. Schließlich war das entdeckte Objekt fast doppelt so groß wie Pluto. Doch der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die für die Namensgebung von Sternen und Planeten zuständig ist, war es offenbar ein paar Kilometer zu weit weg. 2003 UB313, wie der Himmelkörper weiterhin bezeichnet wird, ist der Sonne fast 100 Mal ferner als die Erde.
Da im Kuipergürtel jenseits der Neptunbahn in den vergangenen Jahren mehrere große Himmelskörper entdeckt wurden, kam es zwischen Astronomen immer wieder zum Streit darüber, was als Planet bezeichnet werden darf und was nicht. Ein 19-köpfiges Expertengremium soll nun für Klarheit sorgen und die Benutzung des unscharfen Begriffs „Planet“ neu regeln, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf das Wissenschaftsmagazin "Nature". Besagtes Gremium schlägt vor, künftig von Erdplaneten, Gasgiganten oder Transneptunen zu sprechen.
Der Begriff Transneptun ist allerdings nicht unbedingt glücklich gewählt. Ginge es nach Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder, dürften planetare Objekte nicht über ihre Position definiert werden. UB313 oder Pluto sollten daher besser Eiszwerge genannt werden; dies sage viel mehr über diese Objekte aus. So oder so wird UB313 früher oder später einen „regulären“ Namen erhalten, wie seine Vorgänger Sedna, Varuna, Quaoar oder auch Pluto. Um dem Gremium gerecht zu werden und den Namen zum Programm zu machen: wie wäre es denn mit Barney Geröllheimer? *
Zum Artikel auf Spiegel Online.
Willkommen auf der PANORAMA-Kolonie von Michael Marrak
A PARALLAX VIEW * ist Weblog, Babelfisch-Aquarium, Tagebuch oder Online-Journal, was auch immer. Es ist nicht unbedingt schöner als das Original, aber dafür praktischer. Sofern es mir alle Knebelverträge, Geheimhaltungsvereinbarungen, Verschwiegenheitspflichten und sonstigen Diskretionen erlauben, gibt es hier Einblicke hinter die Kulissen von Buchmarkt, Schriftstellerei, Illustration, Computerspiel-Entwicklung, Phantastik-Szene und den allgemeinen Wahnsinn in diesem Spiralarm.
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Samstag, September 24, 2005
Vier harte, vier weiche und eine Tüte Kies ...
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